Blackout – Zivilschutz präventive Maßnahmen

Am 8. Jänner 2021 ist Österreich nur ganz knapp an einem europaweiten Blackout (tagelanger Stromausfall) vorbeigeschrammt. Dieses Mal war es wirklich knapp. In kritischen Infrastrukturen starteten bereits die Notstromaggregate da die Netzqualität der Energieversorger derartig schlecht war.

Die Netzfrequenz liegt sobald Erzeugung + Verbrauch im europaweiten Stromnetz ausgeglichen sind, genau bei 50Hz. Durch ein großflächiges technisches Gebrechen kam es zu einer enormen Verschiebung. Nur durch die Aktivierung sämtlicher (noch) vorhandener Spitzenlastkraftwerke(Gaskraftwerke) und Abschaltung von Großverbrauchern (Industrie, Stahlerzeugung, …) konnte ein Blackout gerade noch so verhindert werden.

Unsere Gemeinde auf einen länger dauernden Stromausfall vorzubereiten ist uns ein wichtiges Anliegen. Deswegen haben wir in offiziellen Gremien bereits mehrmals aktiv darauf hingewiesen. Finden Erneuerungen/Investitionen in betroffenen Infrastrukturbereichen statt – erinnern wir immer daran.

Es wurden schon sehr gute Informationsabende zu dem Thema veranstaltet, konkrete technische Maßnahmen wurden bisher aber nicht gesetzt. Wir haben den Vorfall vom 8. Jänner 2021 als Anlass genommen um per Mail am 30. Jänner 2021 wieder mal bei unseren Zivilschutzbeauftragten der Gemeinde Peter Hießberger u. Markus Mayer nachzufragen.

  • Sind unsere Feuerwehrhäuser, unser Gemeindeamt, unser Schulgebäude (also wichtige Stützpunkte für das Krisenmanagement bzw. für Versorgungspunkte) entsprechend ausgerüstet um mittels Notstromaggregate mit Strom versorgt werden zu können?
  • Sind unsere Trinkwasserpumpstationen für eine Notstromversorgung ausgerüstet?
  • Sind Pumpstationen unserer Abwasserbeseitigungsanlage für eine Notstromversorgung ausgerüstet?
  • Sind unsere Feuerwehren und/oder die Gemeinde selbst mit entsprechenden Notstromaggregaten (Anzahl und Größe) ausgerüstet?
  • Haben wir innerhalb der Gemeinde einen entsprechenden Treibstoffvorrat um im Notfall die Einsatzfahrzeuge und Notstromaggregate einige Tage betreiben zu können?
  • Ist die Trinkwasserversorgung durch die EVN-Wasser im Falle eines Blackout gesichert?
  • Sind die gemeindeübergreifenden Pumpstationen der Abwasserbeseitigung für einen Blackout gerüstet?

Unserer Meinung nach könnte mit überschaubaren finanziellen + technischen Maßnahmen (zb. einfachen Notstromeinspeisedosen + Umschaltung) – bereits viel erreicht werden. Sollte es tatsächlich einmal so sein, das der Strom im Gemeindegebiet länger ausfällt, wären wir gerüstet und könnten gelassener mit der Situation umgehen. Wir gehen auch davon aus, dass solche Maßnahmen eine breite Unterstützung im Gemeinderat finden würden.

Die geplante Umrüstung der Stromverteiler für den 2021 stattfindenden Photovoltaikausbau wäre eine gute Gelegenheit diese Maßnahmen gleich mit umzusetzen.

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