Blackoutvorsorge – kein Platz dafür im Budget

Die Blackoutvorsorge war kurze Zeit lang in Wölbling schwer im Mittelpunkt. Es gab Veranstaltungen dazu mit einer großen Anzahl an Teilnehmern. In der Gemeindezeitung wurde dazu aufgerufen sich Gedanken darüber zu machen und einzubringen. Leider findet im Budget 2023 die Blackoutvorsorge aber keinen Platz.

Auch unser bereits DRITTER ANLAUF (Planung, Voranschlag, Nachtragsvoranschlag) Budgetmittel für z.b. Treibstoffvorräte im Budget vorzusehen, hat kein Gehör gefunden. Offenbar gibt es KEIN WIRKLICHES Interesse daran. Wir haben jetzt zwar Stromaggregate, aber keinen gesicherten Treibstoffvorrat und auch keinen Notfallplan – im Gegensatz zu anderen Gemeinden.

SCHADE !!!

Von: Christian Pfeiffer <ch.pf@aon.at>
Gesendet: Montag, 24. April 2023 20:18

Sehr geehrter Bürgermeisterin! Hallo Karin!

Sehr geehrte Zivilschutzbeauftragte! Hallo Markus und Peter!

Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte!

In den letzten Monaten wurde viel von Blackout und erforderlichen Vorsorgemaßnahmen gesprochen. Diesbezüglich hat es bei uns in der Gemeinde auch eine „große“ Besprechung mit Vertretern aller wichtigen Organisationen aus der Gemeinde gegeben. Von dieser Besprechung sind mir leider keine konkreten Maßnahmen oder weitere Schritte bekannt.

Da jetzt in der letzten Gemeindezeitung ein Artikel über 4 ganze Seiten veröffentlicht und die BürgerInnen zur Mithilfe gebeten wurden möchte ich folgend meine Gedanken zu diesem Thema mitteilen:

Meiner Meinung nach wären folgende Punkte kurzfristig (bis spätestens Ende des Jahres) umzusetzen um für ein Blackout gut vorbereitet zu sein:

Erstellung eines schriftlichen Blackout-Vorsorge-Konzeptes um alle Relevanten Fakten erhoben, Annahmen getroffen und Maßnahmen definiert zu haben. Die Gemeinde Sitzenberg-Reidling hat so ein Konzept bereits erstellt, da könnte man sicher mal nachfragen.
Anschaffung von Notstromaggregaten für alle 4 FF-Häuser um diese autark zu machen. Die in den FF-Autos vorhanden Notstromaggregate werden zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft benötigt und können nicht zur Versorgung der FF-Häuser herangezogen werden. Die erforderlichen Einspeisemöglichkeit in den jeweiligen Zählerkästen wurde ja bereits umgesetzt und ist somit in allen FF-Häusern vorhanden.
Anschaffung eines entsprechenden Notstromaggregates für das geplanten „Notfallversorgungszentrum – in der NMS-Oberwölbling“. Der geplante PV-Strom-Speicher wird in den Wintermonaten für so einen Notfall leider nicht für eine 100% Stromversorgung ausreichen.
Errichtung von Notstrom-Einspeisepunkte bei allen Pumpstationen der Wasserversorgung bzw. Abwasserbeseitigungsanlage im Gemeindegebiet
Genaue Abklärung der Notstromversorgungsmöglichkeit inkl. Treibstoffvorrates und Einsatzplan für die Pumpstation des Abwassersammelkanals Fladnitztal
Vereinbarung mit der EVN-Wasser, dass diese die Wasserversorgung auch im Falle eines Blackout garantieren kann.
Treibstoffbevorratung in entsprechender Menge für einen definierten Zeitraum (7 bis 14 Tage) um alle elektr. Anlagen der Grundversorgung (Wasserversorgung und Abwasserbeseitigungsanlage), des „Notfallzentrum“  und die FF-Häuser mit den Notstromaggregaten versorgen zu können.
Regelmäßige (z.B. 1x jährlich) Infoabend für die Wölblinger Bevölkerung um über BlackOut-Vorkehrungen allgemein zu informieren und vorzustellen welche Maßnahmen die Gemeinde vorbereitet hat (Vorstellung BlackOuz-Konzept)
…..
Die Auflistung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind eben meine Gedanken und die könnten uns in der Angelegenheit ein Stück weiter bringen 😊

Für alle diese Punkte sollten beim NTVA – 2023 unbedingt entsprechende Budgetmittel vorgesehen werden!

Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen und stehe für weiterführende Diskussionen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus Ambach

Christian Pfeiffer

Gemeinderat und Prüfungsausschussvorsitzender der Marktgemeinde Wölbling

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